Von einer Figur, die wie ein Baum wie ein Geist in der Welt steht und von einem Erzähler, der die Bühne betritt, um ihr Schicksal umzudeuten. Doch auch seine Bedürftigkeit beginnt alsbald, wilde Blüten ins trockene Geäst zu treiben.

Ein Tisch ist ein Tisch

Ein Mann, so unscheinbar und gewöhnlich, dass es sich kaum lohnt, von ihm zu erzählen. Denkt er. Denn das Gewöhnliche erscheint ihm bedeutungslos. So erfindet er eine Sprache, die nur er versteht und die ihm ganz allein gehört. Alles und nicht zuletzt sein eigenes Ich erscheint ihm dadurch in einem neuen, besonderen Licht.
Das ehedem schon dünne Band zur Welt aber spannt sich mehr und mehr. Und schlimmer noch: auch die neue Welt erweist sich nur als Chimäre. Eine Identität wie auf Treibsand gebaut: je mehr er sich selbst bewegt, umso tiefer scheint er zu versinken.

Eine Begegnung mit Peter Bichsels Kurzgeschichte „Ein Tisch ist ein Tisch“. Premiere im Pathos Theater München, 2015. Gastspiele in der Winkelwiese, Zürich, 2015. Geplante Wiederaufnahme in 2019.
Spiel: Wowo Habdank
Regie und Bühne: Malte Knipping
Kostüme: Yvonne Kalles
Lichtdesign: Michael Bischoff
projekt_gefoerdert_schwarz Debutförderung 2015 des Kulturreferats München